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AGB

A.1. All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen der Eraneos Swit­z­er­land AG


1 Präambel

1.1 Die Eraneos Swit­z­er­land AG (nach­ste­hend „Be­auf­trag­te“ genannt) erbringt für ihre Kunden Con­sul­ting-, En­gi­nee­ring- und Pro­jekt­ma­nage­ment­leis­tun­gen.


1.2 Durch die Natur dieser Tätigkeit wird ein be­son­de­res Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwischen dem Auf­trag­ge­ber und der Be­auf­trag­ten begründet. Die vor­lie­gen­den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen bezwecken, durch offene, aus­ge­wo­ge­ne und faire Re­ge­lun­gen eine sichere Grundlage für das ge­gen­sei­ti­ge Vertrauen zu schaffen.


2 An­wend­ba­res Recht

2.1 Für die Rechts­be­zie­hun­gen zwischen dem Kunden als Auf­trag­ge­ber und der Be­auf­trag­ten gelten

  • der ab­ge­schlos­se­ne Vertrag
  • die vor­lie­gen­den All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen
  • das Schwei­ze­ri­sche Recht.


2.2 Vor­be­hält­lich der zwin­gen­den Be­stim­mun­gen des Schwei­ze­ri­schen Rechts ist diese Rei­hen­fol­ge mass­ge­bend, sofern sich einzelne Be­stim­mun­gen wi­der­spre­chen sollten.


3 Ver­ant­wor­tung der Be­auf­trag­ten

3.1 Die Be­auf­trag­te erbringt ihre Leis­tun­gen


  • nach bestem Wissen und Können zur Erfüllung der In­ten­tio­nen des Auf­trag­ge­bers,
  • im Rahmen des ver­trag­lich fest­ge­hal­te­nen Umfangs und
  • im Rahmen des ver­ein­bar­ten Honorars.


3.2 Sie übt ihre Tätigkeit als Ver­trau­ens­per­son des Auf­trag­ge­bers aus und nimmt die damit ver­bun­de­ne besondere Ver­ant­wor­tung wahr. Sie nimmt keinerlei Ver­güns­ti­gun­gen ir­gend­wel­cher Art von Dritten wie Un­ter­neh­mern oder Lie­fe­ran­ten entgegen und lässt sich für ihre Leis­tun­gen aus­schliess­lich durch den Auf­trag­ge­ber ho­no­rie­ren.


3.3 Sie handelt ver­ant­wor­tungs­be­wusst gegenüber der Öf­fent­lich­keit, den legitimen In­ter­es­sen Dritter und der Umwelt. In ihrer Rolle als Mittler zwischen Auf­trag­ge­ber ei­ner­seits und Un­ter­neh­mern und Lie­fe­ran­ten an­de­rer­seits sind Ehr­lich­keit und Fairness die Grund­prin­zi­pi­en ihres Ver­hal­tens.


4 Ver­tre­tungs­be­fug­nis­se der Be­auf­trag­ten

4.1 Gegenüber Dritten, wie Behörden, Un­ter­neh­mern, Lie­fe­ran­ten oder In­ge­nieu­ren, vertritt die Be­auf­trag­te den Auf­trag­ge­ber rechts­ver­bind­lich, soweit es sich um Tä­tig­kei­ten handelt, die mit der Auf­trags­ab­wick­lung üb­li­cher­wei­se direkt zu­sam­men­hän­gen.


4.2 Für rechts­ge­schäft­li­che Vor­keh­run­gen oder für An­ord­nun­gen, die ter­min­lich, qua­li­ta­tiv oder kos­ten­mäs­sig relevante Aus­wir­kun­gen haben, holt die Be­auf­trag­te die Weisungen des Auf­trag­ge­bers ein.


4.3 Dritten erteilt der Auf­trag­ge­ber in der Regel keine direkten Weisungen. An­dern­falls setzt er die Be­auf­trag­te umgehend in Kenntnis. Diese weist den Auf­trag­ge­ber auf die Folgen seiner Weisungen hin und rät von un­zweck­mäs­si­gen An­ord­nun­gen ab.


5 Rechte an Ar­beits­er­geb­nis­sen

5.1        Mit der Bezahlung des Honorars steht dem Auf­trag­ge­ber das Recht zu, die Ar­beits­er­geb­nis­se der Be­auf­trag­ten für den ver­ein­bar­ten Zweck zu verwenden. Eine über den Auftrag hin­aus­ge­hen­de Ver­wen­dung ist zum Schutz der Vor­leis­tun­gen und des Know-hows der Be­auf­trag­ten nicht zulässig.


5.2        Der Ver­wen­dungs­zweck der Ar­beits­er­geb­nis­se wird im Vertrag zwischen dem Auf­trag­ge­ber und der Be­auf­trag­ten um­schrie­ben. Im Ein­zel­fall ist neben dem Ver­trags­text auch die An­ge­mes­sen­heit des Honorars im Hinblick auf die vor­ge­se­he­ne Ver­wen­dung ein mass­geb­li­ches Be­ur­tei­lungs­kri­te­ri­um.


5.3        Die Schutz­rech­te an ihrem Werk ver­blei­ben bei der Be­auf­trag­ten, sofern im Vertrag nicht aus­drück­lich eine andere Regelung getroffen wird. Die Schutz­rech­te an Ar­beits­re­sul­ta­ten, welche vom Auf­trag­ge­ber und der Be­auf­trag­ten gemeinsam er­ar­bei­tet worden sind, werden von beiden Ver­trags­part­nern gemeinsam gehalten. Unter den Begriff „Schutz­rech­te“ fallen ins­be­son­de­re das Ur­he­ber­recht sowie das Recht auf weitere Ver­wen­dung und Ver­wer­tung der Ar­beits­re­sul­ta­te. Vor­be­hal­ten bleiben jedoch die Be­stim­mun­gen von Abschnitt 7 (Ge­heim­hal­tungs- und Treue­pflicht).


5.4        Die Be­auf­trag­te ver­öf­fent­licht ihr Werk nur mit aus­drück­li­cher Zu­stim­mung des Auf­trag­ge­bers und unter Wahrung von dessen In­ter­es­sen. Ent­spre­chen­de Ver­öf­fent­li­chun­gen des Auf­trag­ge­bers bedürfen an­de­rer­seits ebenfalls der Zu­stim­mung der Be­auf­trag­ten. Die Rolle der Be­auf­trag­ten ist in diesem Fall an­ge­mes­sen zu erwähnen.


6 Haftung der Be­auf­trag­ten

6.1 Die Be­auf­trag­te haftet für den von ihr oder von einem von ihr be­auf­trag­ten Dritten ver­ur­sach­ten Schaden aus dem Ver­trags­ver­hält­nis, sofern es sich beim Dritten nicht um eine Hilfs­per­son handelt und wenn der Auf­trag­ge­ber beweist, dass die Be­auf­trag­te oder der be­auf­trag­te Dritte den Schaden grob­fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich ver­ur­sacht haben. Die Haf­tungs­be­frei­ung gestützt auf Art. 399 Abs. 2 OR bleibt vor­be­hal­ten. Jegliche Haftung für leichte Fahr­läs­sig­keit ist weg­be­dun­gen. Beim Einsatz von Hilfs­per­so­nen wird jede Haftung weg­be­dun­gen.


6.2. Jegliche Haftung der Be­auf­trag­ten ist aus­ge­schlos­sen:

  • für An­ord­nun­gen des Auf­trag­ge­bers, auf denen dieser trotz Abraten beharrt, sowie für
  • Weisungen, die der Auf­trag­ge­ber direkt an Dritte erteilt;
  • für Leis­tun­gen und Lie­fe­run­gen von Dritten, die im direkten Auf­trags­ver­hält­nis zum Auf­trag­ge­ber stehen;
  •  für Ver­mö­gens­schä­den, die aus der Über­schrei­tung von Kos­ten­vor­an­schlä­gen oder der Nicht­ein­hal­tung von Fristen und/oder Terminen erwachsen.


6.3. Im Weiteren wird im Rahmen des ge­setz­lich Zu­läs­si­gen jegliche Haftung für ent­gan­ge­nen Gewinn sowie für Schäden aus Da­ten­ver­lus­ten weg­be­dun­gen. All­fäl­li­ge Be­an­stan­dun­gen, die zur Gel­tend­ma­chung von Haft­pflicht­an­sprü­chen gegenüber der Be­auf­trag­ten führen können, sind dieser umgehend schrift­lich mit­zu­tei­len.


7 Ge­heim­hal­tungs- und Treue­pflicht

7.1 Alle auf­trags­be­zo­ge­nen Akten wie Studien, Plan­un­ter­la­gen, Pro­to­kol­le, Be­rech­nun­gen usw., welche Auf­trag­ge­ber und Be­auf­trag­te einander übergeben, dürfen vom Empfänger nur im Rahmen des ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Auftrages verwendet werden und sind ver­trau­lich zu behandeln. Ist eine Wei­ter­ga­be an Dritte zur Auf­trags­er­fül­lung er­for­der­lich, so ist diese Be­stim­mung auch diesen Dritten auf­zu­er­le­gen.


7.2 Erhält ein Ver­trags­part­ner bei der Vor­be­rei­tung oder Aus­füh­rung des Auftrages Kenntnis von Tatsachen, von denen er weiss oder den Umständen ent­spre­chend annehmen muss, dass der andere Ver­trags­part­ner sie gegenüber Dritten geheim halten will, so ist er auch über die Be­en­di­gung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses hinaus zu deren Ge­heim­hal­tung ver­pflich­tet.


8 Ho­no­rie­rung

8.1 Die Ho­no­rie­rung wird im Vertrag zwischen dem Auf­trag­ge­ber und der Be­auf­trag­ten geregelt. Die Zah­lungs­frist beträgt 30 Tage. Es wird kein Skonto gewährt.


8.2 Ne­ben­kos­ten sind zu­sätz­lich zum ver­ein­bar­ten Honorar zu vergüten. Ohne andere Ver­ein­ba­rung gilt die Ne­ben­kos­ten­re­ge­lung gemäss Abschnitt 9.


8.3 Jede Ver­rech­nung ist aus­ge­schlos­sen.


9 Ne­ben­kos­ten

9.1 Für Ne­ben­kos­ten innerhalb der Schweiz werden pauschal 8% vom Ho­no­rar­vo­lu­men in Rechnung gestellt.

9.2 In den Ne­ben­kos­ten sind die folgenden Leis­tun­gen enthalten:

  • Alle Fahrt­kos­ten mit öf­fent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln (ein­schliess­lich Taxi) innerhalb der Schweiz;
  • Fahrt­kos­ten mit dem Auto bis zu einer Fahr­stre­cke von 50km pro Tag;
  • Ver­pfle­gungs­pau­scha­len;
  • Mit­be­nut­zung der IT-In­tra­struk­tur (Eraneos Kol­la­bo­ra­ti­ons­platt­form) und der Sit­zungs­zim­mer an den Eraneos Stand­or­ten;
  • Projekt-/Ar­beits­ma­te­ria­li­en;
  • Ad­mi­nis­tra­tiv- und Do­ku­men­ta­ti­ons­kos­ten;
  • Eraneos-Werkzeuge und -Vorlagen.


9.3 Fahrt­kos­ten mit dem Auto bei Fahr­stre­cken von über 50km/Tag werden auf Grund der effektiv zu­rück­ge­leg­ten Strecke mit CHF 0.80/km ver­rech­net.


9.4 Weitere Rei­se­kos­ten (bspw. Flug­kos­ten) werden nach tat­säch­li­chem Aufwand in Rechnung gestellt, wobei stets das Prinzip der Ver­hält­nis­mäs­sig­keit beachtet wird. Hierbei gilt: Über­nach­tun­gen im Mit­tel­klas­se­ho­tel, Reisen mit dem Flugzeug in Europa in der Economy Class und aus­ser­halb Europa in der Business Class, Bahn­rei­sen in der 1. Klasse;


9.5 Reisen ins Ausland bedürfen der Be­wil­li­gung des Auf­trag­ge­bers.


9.6 Für aus­ser­or­dent­li­che Ausgaben werden fallweise Ver­ein­ba­run­gen getroffen, wobei in der Regel die Selbst­kos­ten der Be­auf­trag­ten zu vergüten sind.


10 Widerruf und Kündigung

10.1 Widerruft der Auf­trag­ge­ber den Auftrag, hat er der Be­auf­trag­ten das Honorar für die bis zum Widerruf er­brach­ten Leis­tun­gen zu bezahlen und auch alle bis dahin ent­stan­de­nen Ne­ben­kos­ten zu erstatten.


10.2 Erfolgt der Widerruf zur Unzeit und trifft die Be­auf­trag­te am Widerruf kein Ver­schul­den, so hat sie Anspruch auf Ersatz des nach­ge­wie­se­nen Schadens, min­des­tens aber auf 10% des Honorars für den ent­zo­ge­nen Auf­trags­teil.


10.3 Kündigt die Be­auf­trag­te das Auf­trags­ver­hält­nis, so hat sie Anspruch auf das Honorar und die nach­ge­wie­se­nen Ne­ben­kos­ten für die bis zu diesem Zeitpunkt er­brach­ten Leis­tun­gen. Erfolgt die Kündigung zur Unzeit, hat der Auf­trag­ge­ber Anspruch auf Ersatz des nach­ge­wie­se­nen Schadens.


11 Be­ur­tei­lung von Strei­tig­kei­ten

11.1 Aus­schliess­li­cher Ge­richts­stand für die Be­ur­tei­lung von Strei­tig­kei­ten unter den Ver­trags­par­tei­en ist Zürich.


Stand: Januar 2023
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